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GeoLine

250 Millionen Jahre Erdgeschichte

Das Gesäuse liegt in den Nördlichen Kalkalpen, in einem der geologisch interessantesten Gebiete Österreichs. Mit dem Naturpark Steirische Eisenwurzen, dem Nationalpark Gesäuse und den Natura 2000 Gebieten im Ennstal ist das Gesäuse flächendeckend als Schutzgebiet ausgewiesen und durch die Bemühungen des Naturparks als Europäischer Geopark und UNESCO Global Geopark ausgezeichnet.

GeoLine ist eine Kooperation von 20 Ausflugszielen in der Region. Ein Team von Wissenschaftlern und regionalen Experten hatte zuvor die Region unter die Lupe genommen, in Archiven recherchiert und zahlreiche Themen aufbereitet. Innovative Projektideen – nach den neuesten naturpädagogischen Vermittlungstechniken – wurden zusammengetragen und koordiniert. Die Vernetzung – aber auch die gegenseitige Ergänzung – waren eines der zentralen Herausforderungen. Weiters gelang es, die Projekte unter der gemeinsamen Marke „GeoLine“ zu vereinen. Gezielte regionale Bewusstseinsbildung, der Schutz des geologischen Erbes und die Herausforderung Geologie als Abenteuer erlebbar zu machen, ergänzten das Tourismusprojekt zu einem innovativen und nachhaltigen Leitmodell.

Geologie im Geopark

In die Steirische Eisenwurzen eingebettet ist das GeoDorf Gams. Dieses und die geologischen Vorkommen drumherum sind ausschlag-gebend dafür, dass die UNESCO die Schutzherrschaft für diese Region übernommen hat. Als einziger Geopark der Steiermark ist die Steirische Eisenwurzen ein richtiges Unikat. Geopark ist übrigens keine gesetzlich verankerte Schutzkategorie, sondern ein Prädikat für Gebiete, die über ein reichhaltiges geologisches Erbe und eine gute Strategie zur nachhaltigen Entwicklung verfügen. Und das Schönste: Man kann daran teilhaben, in dem man sich in einem der Urlaub am Bauernhof-Betriebe einnistet. Da schnuppert man richtig hinein, ins Naturpark-Leben.

Ausflugsziele

GeoZentrum Gams

Gams ist etwas ganz Besonderes. Nicht nur, dass es ein besonders schöner, kleiner Ort ist. Nein, es beherbergt auch das GeoZentrum, ein Geologie-Museum, das an und für sich schon etwas ganz Spezielles ist. Für viele ist es das schönste Geologische Museum. Die Führung ist übrigens nicht nur geologisch äußerst wertvoll und somit auf jeden Fall empfehlenswert!

GeoPfad

Eine kleine Zeitreise gefällig? Allerdings bezieht sich „klein“ hier nur auf die Dauer im Hier und Jetzt, denn es geht Millionen von Jahren in die Erdgeschichte zurück. Über Dorfstraßen im lieblichen Gams, weiter zur Nothklamm, lernt man Schritt für Schritt etwas über die Geologie und wie es hier wohl ausgeschaut haben muss, als hier noch überall Meer und Strand zu finden waren. Dabei kann man auch immer wieder Fossilien am Boden entdecken.

GeoWerkstatt

Man glaubt es kaum, aber mit der Geologie kann man ganz schön viel Spaß haben. Das merken Alt und Jung vor allem in der GeoWerkstatt in Gams, wo man dem Namen gemäß selbst Hand anlegen und aus Steinen, die man vorher gefunden hat, wunderschönen Schmuck oder andere Souvenirs anfertigen kann. Bei einem Workshop lernt man spielerisch, was sich vor Millionen von Jahren hier wohl zugetragen haben muss.

Nothklamm

Auf der 700m langen Steiganlage der Nothklamm schwebt man fast über der Schlucht, die der rauschende Gamsbach in die Landschaft gegraben hat. Über Stufen und auf Stegen wandert man über tropfendes bis reißendes Gewässer. Bequem von Gams erreichbar, ist die Nothklamm eine tolle Alternative im Sommer, weil es dort schön kühl ist. Augen aufgesperrt: Wer Glück hat, findet fossile Fundstücke aus längst vergangenen Zeiten.

Kraushöhle

Höhlenforscher für einen Tag sein. Möglich wird das in der Kraushöhle in Gams. Im Sommer saugt einen die angenehme Kälte richtig ein. Mit Jacke bewaffnet ist man auf den Spuren des großen Höhlenforschers Franz Kraus unterwegs. Durch die schwere, grüne Tür hinein in das dunkle Vergnügen, in eine Führung, die neben Augen und Ohren auch die Phantasie öffnet – denn in der Höhle kann man mystische Figuren und Formen erkennen.

Wasserlochklamm

Ein Highlight in der Region ist die Klammwanderung in Palfau zum launigen Wasserloch hinauf. Das Rezept dafür: Eine Hängebrücke, viele Holztreppen und –brücken, fünf Wasserfälle, ein atemberaubender Blick auf die Salza und ganz oben vielleicht der Jackpot, dass sich die Schleusen des Mysteriums Wasserloch gerade öffnen. Hört sich waghalsig an, ist aber kinderfreundlich. Obligatorisch: Die Ofenkartoffeln und Waffeln bei der Wasserlochschenke.

Wassererlebnispark St. Gallen

Spiel und Spaß sind im Wassererlebnispark eng mit dem flüssigen Element verbunden: Hier kann man den ganzen Tag toben und macht das Beste, was man an einem heißen Sommertag (aber auch Regentag) machen kann: Man verbringt den ganzen Tag in und ums Wasser herum. Dabei spielt die ganze Familie mit und sitzt im besten Fall auch noch im selben roten Gummiboot, in dem man sich mit etwas Paddelgeschick durch den Kanal schlängelt.

Pürgschachen Moor

In Ardning, da ist der Torf zu Hause, denn dort befindet sich eines der letzten und größten Hochmoore Österreichs. Daher wird dieser Lebensraum auch streng geschützt, kennenlernen kann man ihn aber trotzdem. Am Rundwanderweg staunt man an dreizehn Erlebnis-stationen für die man sich ungefähr zwei Stunden Zeit nehmen sollte. Mit von der Partie sind der Ennssteg, der Beerengarten und der Moorturm für den guten Überblick.

Odelsteinhöhle

Einen schönen Ausflug hat man, wenn man beim Kölblwirt eine Führung durch die Odelsteinhöhle in Johnsbach bucht. Für ihre Aragonitkristalle bekannt, ist sie ein besonderes Schmankerl auf der steirischen Höhlenkarte. Auf 1085 m Seehöhe erkundet man die kleineren und größeren Hallen mit fachkundiger Führung und erfährt dabei auch, warum die Höhle bereits im Jahr 1931 zum Naturdenkmal erklärt wurde.

Themenweg Lettmair Au

Vom Erlebniszentrum Weidendom geht man ruckzuck in die Lettmair Au und ist sogleich abgetaucht in die Auenlandschaft nahe der Flussschönheit Enns. Erlebnisstationen machen einen schlauer und sie machen Spaß und das noch dazu ganz barrierefrei. Mittendrin am 1,5 Kilometer langen Themenweg gibt es eine Aussichtsplattform, dort sollte man besser ein bisschen verweilen, denn dieser Ausblick gibt wirklich Kraft.

Geologieausstellung – ziemlich interaktiv

Das Museum in Gstatterboden hat zwar schon zehn Jahre am Buckel, macht aber Spaß wie am ersten Tag. Der virtuelle Ranger „Sepp“ nimmt einen mit und liest einem was das eigene Gesteinswissen anbelangt einmal die Leviten. Da kann man nämlich gleich überprüfen, wie weit das eigene Wissen denn eigentlich geht. Oder ob es leider nicht bis in die Eiszeit reicht. Ziemlich lässig ist der Flug über die Gesäuse-Bergwelt, bei dem man die Planspitze einmal von einer ganz neuen und eindrucksvollen Perspektive sieht. Schwindelfreiheit vorausgesetzt.  Auf jeden Fall sollte man für den Pavillon ausreichend Zeit und natürlich auch viel Hunger mitbringen.

Museum HochQuellenWasser

Seit 1910 fließt Trinkwasser vom Hochschwab nach Wien. Die II. Wiener Hochquellenleitung war eine technische Meisterleistung und davon kann man sich im Museum in Wildalpen überzeugen. Auch die Hygiene im Quellgebiet oder der globale Wasserkreislauf werden dort erklärt. Eine Führung dauert ungefähr eineinhalb Stunden und macht schlauer. Ohne Führung helfen einem das Filmmaterial und die interaktiven Stationen auf die Sprünge.

Gansergrotte

300 m über der Enns in Mooslandl liegt die Hochfläche der Sulza. Gebildet wird sie von einem festen Konglomerat aus der Eiszeit gebildet. Vor 340.000 Jahren schob ein Riesengletscher seine Eismassen durch das Ennstal. Die heute fest verbundenen Gerölle wurden als Schotter  in einem Schmelzwassersee am Rand des Gletschers abgelagert. Am Rand der Hochfläche befindet sich die Gansergrotte. Zwischen 1831 und 1869 wurden hier unterirdisch Mühlsteine für die Bauernmühlen der Umgebung und für Quadersteine und Türeinfassungen hergestellt. Von der gemütlichen Wanderung entlang des Gasteiger Rundwanderweges in Mooslandl zur Ganser Grotte sind es nur ein paar Schritte.