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Konzert “Studien nach der Natur” von Cantando Admont

Tierstimmen auf Schloss Röthelstein.
Von Clèment Janequin (um 1485-1558) einer der bedeutendsten französischen Renaissancekomponisten, stammt die wohl erste erhaltene musikalische Imitation von Nachtigall- und anderen Vogelgesängen. In seinem «Chant des oyseaulx» erinnern kurz abgehackte Tonwiederholungen abwechselnd mit lang ausgehaltenen Tönen an charakteristische Eigenschaften des Nachtigallengesangs. In „Une Puce“ von Claude Le Jeune (um 1530-1600), ein wichtiger Zeitgenosse Janequins, wird eine Laus beschrieben, die ununterbrochen im Ohr herumschwirrt und den Protagonisten damit zum Wahnsinn treibt. Pierre Passereaus (um 1509-1547) Chanson „Il est bel et bon“ imitiert ein Hennengeschrei. In Banchieris (1568-1634) „Contrapunto Bestiale“ wetteifern ein Kuckuck, eine Eule, ein Hund und eine Katze miteinander und werden von einem (betrunkenen) Bass kontrapunktiert.
Eingebettet in Stücken der Renaissance sind Werke der zeitgenössischen KomponistInnen Brüggemann, Bauckholt und Ablinger. Tanja Brüggemann (*1970) beschäftigt sich in ihrer Komposition „AOA VII – CHA” (2019) für Tenor- und Bassstimme mit dem charakteristischen Merkmalen des Blas der Blau- und Minkwale der Antarktis. „Studien nach der Natur” von Peter Ablinger (*1959) sind 10 kurze Stücke vokaler Imitationen meist alltäglicher Klänge. Carola Bauckholt’s (*1959) „Instinkt” für sechs Stimmen setzt sich mit der keineswegs trivialen Frage auseinander, wie sich Tierlaute in das hochartifizielle, ästhetische Konstrukt einer Komposition überführen lassen.

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